PW Podcast #005

Der Progressive World Podcast biegt in Runde 5 ein. Diesmal gab es im März und April wirklich so viele Releases, dass die Wahl extrem schwer gefallen ist. 12 Tracks haben es in den Mix geschafft. 

Life in Reverse vom Berliner Indie-Pop /Electronic Duo Jonnybegood auf Young Society Records macht diesmal den Anfang. Eine schöne Vocalnummer, der Remix des Originals bietet sich wegen dem Pianosolo perfekt als Intro zum Promomix – eine schöne Hookline erinnert ein bisschen an Monolink Releases. Das melodiöse Arpeggiothema wechselt sich super mit dem nächsten Arpeggio von…

….einem Michael A Remix von TH;ENs „Shira“ ab. Progressiver Groove mit einem netten Arpeggio nimmt uns auf eine kleine Reise mit, die von folgendem Track weitergeführt wird:

Shen von Memory & Ezequiel Arias schlägt eine ähnliche Richtung wie „Shira“ ein. Progressiver Groove mit einem sanften Arpeggio, der einfach gestrickt ist, einen aber dennoch nicht loslässt. Überhaupt gibt es im März und April sehr viele Tracks die diesem Schema folgen. Wie auch Track Nummer 4 im Mix.

Val Haunter von Mariano Mellino – Released auf Sudbeat (Review zum Release gibts hier) Hier gibts nicht mehr viel mehr zu schreiben, einfach reinhören und genießen, die Stimmung hebt sich jetzt etwas durch den Track von BinaryH.

„Eros“ heißt das gute Stück. Der eingängige Groove mit der trommelartigen Percussion und einer ausbrechenden Hookline treibt der Track ein wenig mehr an als seine Vorgänger, und bietet einen kleinen Höhepunkt im Mix. Erschienen ist das Stück übrigens auf einer Compilation von Sprout Records, die „Passion Volume 1“ heißt. Empfehlenswertes Release! Alle Tracks sind wirklich hörenswert!

Weiter geht es mit einem eher härteren Cut auf einen Vocal Track von Alexander Alar: Miami (Ampish Remix) Eine interessante Mischung zwischen härteren Bass/Synth Parts und einer melancholischen Stimme. Sehr verspielt in den Breaks, aber keineswegs „happy“… Der Track bleibt irgendwie auf der „traurigeren“ Seite. Dennoch sehr hörenswert und schön deep. Auf den einen Vocal Track folgt der nächste.

Und dieser hat im Original schon über 20 Jahre auf dem Buckel – Ich kann mich noch gut erinnern das Original um 2000 herum in einem Mixtape vermixt zu haben: Bushwacka!s „Healer“. Neu released in einem großen Paket mit einem Bushwacka! Rework, Carl Cox, Sasha und anderen Remixen. Im Promomix findet sich der Denney Remix wieder. Zu „Healer“ gibts nicht viel zu schreiben. Das Stück war schon vor 20 Jahren super und ists noch immer. Timeless!

Philipp Kempnich & Marius Drescher liefern darauf mit „Blackbend“ einen etwas härteren Track mit düsterer Bassline, offenen Pads und einem schönen, gut aufgebauten Break. Öfter kommt die Snaredrum zum Einsatz, ein unaufhörliches Arpeggio lässt den Zuhörer nicht mehr los. Deep and groovy!

Wir bleiben in der deepen Ecke und es röhrt auch mal ab und an zu einem Arpeggio die tiefe Bassline in  D-Formation & EdOnes „Beluga“. Edler Kaviar für die Ohren quasi. Das Break bietet interessante „Kicks“ mit der Bassline, der Drop könnte locker ein „Hände hoch“ Moment im Club werden. Düstere Stimmung mit dennoch verspielten Arp-Melodien und leicht röhrenden Synths. Ein wenig Global Underground Style, der auch von….

…dem Track „Michelada“ von Steve Parry weitergeführt. We are digging a little bit deeper here… Overdriven Basslines und mit Effekten bestückte Stab-artige Arpeggios machen aus dem Track etwas sehr düsteres, dazwischen versucht immer wieder eine kleine Synthmelodie aufzufrischen.

„Mango“ von Dean Demanuele greift die düstere Stimmung auf – Der Tracks ist gefühlsmäßig ein in die Richtung Progressive Minimal einzuordnen. Gut aufeinander abgestimmte Sounds und ein schöner Groove benötigen – wie man hier merkt – nicht viel außer ein paar Filter und ein Break in dem man noch einen offenen Padsound einpflegt. Das Stück ist ebenso einfach wie gut und passt super mit dem Acid Bassline lastigen Abschlußtrack von D-Nox, Uone and Western zusammen.

„She Never Coming Back“ im Anthonee Remix ist eine etwas härtere Version des Originals mit gefilterter Lead die hie und da ausbricht und sich überschlägt. Dazu noch die Acid Bassline und ein treibender Groove. Richtig schön mitreißend – dazu die angeschnittenen, gefilterten Vocals. Das „Coming Back“ hat mich übrigens sehr an die Vocals von Crystal Methods „Coming Back“ aus 1997 erinnert. Sehr cool.

Der Remix leitet am Ende in das Original über, das dem Remix um nichts nachsteht – nur etwas softer ist. Dem Original muss man zugute halten, dass es einfach das schönere Outro hat… und das rundet den Mix dann auch gut ab.

Die Tracklist auf einen Blick:

Jonnybegood Life In Reverse (Remix)
TH;EN Shira (Michael A Remix)
Memory & Ezequiel Arias Shen
Mariano Mellino Val Haunter (Original Mix)
Binaryh Eros
Alexander Alar Miami (Ampish Remix)
Bushwacka! Healer (Denney Remix)
Philipp Kempnich & Marius Drescher Blackbend
D-Formation & EdOne Beluga
Steve Parry Michelada
Dean Demanuele Mango
D-Nox, Uone and Western She Never Coming Back (Paul Anthonee Remix)
D-Nox, Uone and Western She Never Coming Back

 

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