PW Podcast #008

Ausgabe Nummer 8 fällt diesmal in den Monat des Amsterdam Dance Festivals (ADE). Diesmal wurde chronologisch nach hereinflattern der Promos die Tracklist zusammengestellt. Die erste Hälfte sind Promos aus September, die zweite Hälfte besteht aus Tracks die uns im Oktober erreicht haben.

Barry Jamieson macht den Start von Cid Inc. & Orsens „Ten“.  Der Opener besticht mit einer verträumten, sofort eingängigen Melodie, die im Break schön mit Filtern geöffnet wird. Nett ist der Takt Pause im Break, genau bevor der Groove wieder einsetzt.

Dynacom durfte sich an „A grain of Sand“ als Remixer versuchen. (Original von East Cafe). Auf dem Release des Labels Superordinate sind insgesamt 3 Remixes zu finden. Der Dynacom Remix ist von allen drei derjenige der eher düsterer und mit einem guten Groove durch die Lautsprecher pumpt. Dazu kommt noch die gefilterte Bass/Brassline.  Dann kommt in der Mitte ein bisschen hellere Stimmung durch Pads und Synths auf, diese werden aber gleich wieder durch den Groove hinuntergedrückt. Es ergibt sich ein Wechselspiel von melodic Pad und Groove – am Ende nur ein Gewinner, der Zuhörer. Wirklich feiner Track! Und auf einmal….

…kommt Orientierungslosigkeit auf. Man weiß nicht wo hin als nächstes – deswegen „We are all lost“. 🙂 Ich gebe zu, ich bin spätestens seit „Burning Sun“ großer Monolink Fan. Egal ob Originale oder Remixes oder Zusammenarbeiten mit – wie in diesem Fall – Oliver Koletzki. Feiner Track, super Vocals, tolle Auflösung des Themas nach dem Break. Einfach reinhören und genießen! Darauf folgt….

….“Science and Reason“ mit dem 4 to the Floor Remix von „For the drive Home“. Sehr fein melodisch, mit einer schön verpackten Hookline, garniert mit vielen Effektsounds, die man aus dem Progressive Bereich ganz gut kennt – so packt uns der Track bei der Hand und nimmt uns auf eine kleine Reise mit.

Der nächste Track kam mir beim Durchhören der „News“ extrem cheezy vor… Vor allem weil man das Gefühl hat dass die Vocals von „Bengle“ in „The Rain“ (produced by Sharam) komisch hochgepitcht und mit übermäßig viel Delay/Echo/Autotune versetzt wurden. Der Track läuft in der Tat auf seiner Originalgeschwindigkeit, das passt also alles schon so. Trotzdem hat das Ganze auf den ersten Hinhörer etwas billig kommerziges. Lässt man sich aber darauf ein merkt man schnell, dass der Track eine kleine Perle ist. Die Entwicklung von Groove und Bass nach dem langen Break sind wirklich gut durchdacht – Und nach dem zweiten oder dritten Reinhören merkt man: Die Vocals passen und der Style ist eigentlich perfekt gewählt! Es folgt…

….“Propaganda“ von „Zagitar“, ein deeper tribal-progressive Track. Congas, Bongos, Hats bilden einen schönen african-style Groove – dazwischen gibt es auch Vocal-Chants die perfekt ins Klangbild passen. Die Strings haben mich kurz an „Nightmare“ von „Brainbug“ aus 1997 erinnert 🙂 Alles in Allem ein sehr netter verspielter Tribaltrack mit gut gewählten Sounds und FX. Das ruhige Outro des Tracks ist sogleich das….

…Intro für eine etwas technoidere Produktion. Diese kommt ursprünglich von Ronnie Spiteri, remixt hat „Can you feel it“ in diesem Fall „Dosem“. Hier treffen ein härterer Oldschool-Groove, der direkt ungefiltert aus dem Drumcomputer kommen könnte, auf flächige Ride Cymbal und Vox/FX, Bass-Stabs und verzogenen Padsounds. Sehr treibend – auch das langgezogene Break hat einen schönen Filterausbruch, um die Stimmung noch einmal zu steigern.

„Nick Curly“ liefert darauf mit „Dunga“ einen schönen härteren Progressive Track mit verspieltem, gefilterten Arpeggio bei dem einmal die Töne länger und kürzer gezogen werden. So bleibt das Arrangement abwechslungsreich und interessant. Keep it simple! Bassline und Lead rücken kurz im Break in den Vordergrund, bleiben aber sonst eher gedämpft. Das Hauptaugenmerkt liegt auf dem Arp. Darauf folgt…

…“1992″ von „Marsh“. Könnte man auch als oldschooligeren Progressive Track bezeichnen. Die Vocals und auch der leise im Hintergrund ab und an hörbare Breakbeatgroove klingen ein wenig nach der 7″ Originalversion von „Papua New Guinea“ von „Future Sound of London“. Pad, Dream-synth, Vox und Groove bilden ein wunderbar abgerundetes Klangbild. Gut in Szene gesetzte Breaks mit schöner Melodientwicklung sind das Tüpfelchen auf dem i. Schönes Anjunadeep Release!

„A Drop in Time“ von „Chicola“ besticht durch einen tollen Bassline Groove, der von Anfang an sehr präsent ist. Im Break schaltet sich dann ein moogischer Brasssound der mit einem LFO zerhackt wird ein. Sounds dieser Art kennt man schon länger, sie sind aber immer wieder gut, sofern man es damit nicht übertreibt. Der Track spielt bis zum ruhigen Outro – gerade auch deswegen um uns von der Welle herunter zu….

„Ruede Hagelsteins“ Track „Gestern“ zu holen. Sanft sind hier nicht nur das Arpeggio und der Bongogroove, sondern auch die Vocals und der Padsound. Alles plätschert dahin, Augen schließen und genießen!
Ein super Outro, wie wahrscheinlich auch Intro.

Die Tracklist auf einen Blick:

Cid Inc. & Orsen Ten (Barry Jamieson Remix)
East Cafe A Grain of Sand (Dynacom Remix)
Oliver Koletzki We Are All Lost feat. Monolink
Science & Reason For the Drive Home (4 on Floor Mix)
Sharam The Rain feat. Bengle (London Mix)
Zagitar Propaganda
Ronnie Spiteri Can You Feel It (Dosem Remix)
Nick Curly Dunga (Original Mix)
Marsh 1992
Chicola A Drop In Time
Ruede Hagelstein Gestern (Original Mix)
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