Jimi Jules – Fool EP

Im Leben des aus der Schweiz stammenden Jimi Jules dreht sich eine Menge um Musik. Nach Abschluss eine Master Degrees an der Kunstuni in Zürich hat er auch als Vocalist und Blechblasinstrumentalist mit seiner Elektroband Le Dompteur Live-Erfahrung sammeln können. Neben seinen Produktionen auf Stil vor Talent, Zukunftmusik und Watergate Rec liefert er hier eine EP auf Innervisions ab die sehr interessant ist.

„Fool“ besticht am Anfang durch einen extrem interessanten Geräuschteppich im Groove. Man könnte es fast wie das Ploppen von kleinen Bläschen beim kochen einer dickflüssigen Masse bezeichnen. Sehr catchy und ungewohnt. Der Track ist im Allgemeinen sehr sehr soft und mystisch. Dazu die Vocals „Just a fool, in your eyes, Just a fool, that’s me.“ Keine großen Höhepunkte, keine großartigen Ausbrüche – das hat der Track aber auch keinesfalls nötig. Er plätschert durch den ploppenden Groove dahin, die Vocals und die verzogene Synthline hüllen den Hörer komplett ein und lädt ihn zum Mitschwimmen ein. Gelungen!

„Gubrist“ enthält wieder ein interessantes tragendes Element. Ein wenig quakend klingt das sich wiederholende Sample. Dazu ein schöner housiger Percussiongroove mit tiefer Bassline. Das helle Synththema zusammen mit dem Padsound runden den Track schön ab. Minimalistisch, aber dennoch interessant!

„My Father was a Master“ ist eine straighte technoid angehauchte 4/4 Produktion. Roboterartig hört man auch die Vocals „My father was a prince, He was a king, He was a master“. Chordstabs im Stile von „Good Life“ und eine Synthfläche sowie ein Voxpad lockern die Stimmung nur teilweise auf. Sonst erinnert der Track von den Elemente her sehr an Elektro. Fast ein bisschen wie ältere Tracks von Anthony Rother, nur mit 4/4 Beat. Gut gelungenes Minimal-deepes Stück.

Fazit: Ein interessantes Release mit sehr unterschiedlichen Tracks. Da ist für jeden was dabei!

Interpret Jimi Jules

★★★

(4/5)

Titel Fool EP
Tracks/Mixes Fool
Gubrist
My Father was a Master
Label Innervisions
Releasedatum 6.12.2019
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