John Cosani – Vectoria

Welchen immensen Einfluss Argentinien auf die globale Progressive-Szene hat wird dem/der Kenner*in spätestens beim Studium des Backkatalogs von Hernan Cattaneos Sudbeat klar. Der nicht abreißende Strom an Talenten aus Südamerika hat uns in der Vergangenheit schon den ein oder anderen Jubelschrei entlockt. John Cosani ist genau eines dieser Talente, das sich konstant und gekonnt ins Rampenlicht gespielt hat.

Drei Stücke sind auf Johns neuester EP zu finden, gleich mit dem Titeltrack bekommen wir den Grund serviert, warum Argentinien das Standing in Sachen Progressive hat, das es hat: groovy, hypnotisch, einfach aber nicht banal – „Vectoria“ liefert all das, was es braucht um unbeschwert die Nacht zum Tag werden zu lassen.

Auch „Sirio“ enttäuscht nicht, ganz im Gegenteil, John zieht hier das Tempo etwas an und gestaltet das Grundgerüst etwas treibender, was in Kombination mit den schwebenden Atmosphären ein tolles Gefühl erzeugt und einen tollen, langsamen Aufbau ermöglicht, der mit schönen Melodiefetzen ergänzt wird.

Zu guter Letzt gibt es mit „Airplane“ zum Abschluss noch ein Stück, das der Nummer 2 in der Grundanlage ähnelt, aber noch konkreter auf den Punkt kommt. Hier ist erkennbar, dass Funktionalität groß geschrieben werden kann, ohne in die Beiläufigkeit zu verfallen.

Drei Tracks liegen vor uns, von denen alle ihr Publikum finden (bzw. schon gefunden haben). „Vectoria“ steigt aufgrund seiner groovigen Verspieltheit für mich als Sieger aus dem Ring, jedoch dicht gefolgt von „Sirio“ und „Airplane“.

Interpret John Cosani

★★★

(4/5)

Titel Vectoria
Tracks/Mixes Vectoria (Original Mix)
Sirio (Original Mix)
Airplane (Original Mix)
Label Sudbeat
Releasedatum 2.3.2020
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