PW Podcast #012

Mai/Juni: Der Sommer naht hoffentlich jetzt bald, der Pride Monat ist schon da. Und natürlich gab es auch in diesen zwei Monaten jede Menge guter Tracks, die Selektion war diesmal wirklich nicht leicht. Elf richtig coole Tracks habens in den Mix geschafft, von hart bis zart, von dark and deep bis sehr melodisch und vocal lastig. Und, ach ja – das gilt in jeder Hinsicht: Stay safe!

Wir starten diesmal mit „Wake Up“ von Starkato (Mango Alley). Wenn die Kickdrum und die Bassline mal nach einer Minute freigelassen werden gibts echt kein zurück mehr. Ein guter Beweis, dass man einen Track mit einfachen Mitteln gleich einmal richtig „catchy“ machen kann. Im Break setzt dann ein Synth ein um ein wenig Melodik in das Arrangement zu bringen. Eine nette Abwechslung, aber immer nur von kurzer Dauer, dann dann rollt der tiefe Bass mit der Kick unermüdlich weiter in Richtung…

…“Naya“ von Namatjira (Manual Music) – Ein ausführliches Review des Albums inklusive „Naya“ gibts hier. Wir leiten über zu..

…“Creation of Reality“ von Q.U.A.K.E vs. Aaron Suiss (IbogaTech). Spitze Arps, dazu ein treibender Groove und jede Menge FX Fillings machen den minimal gestrickten Track dennoch sehr treibend. Sehr schön dass sich der stakkato Arp dann hin und wieder etwas länger zieht und dadurch ein kleines Thema aufbaut. Gut gelungen!

„Vagabond Sunday“ von Acumen & Pontias (Sudbeat) ist nicht ganz so beißend was die Arps betrifft und holt uns von den aufreibenden Sounds dann etwas zurück in deepere Sphären – aber eigentlich dann nur um uns wieder zurück zu befördern. Kick und Groove sind etwas sanfter, manchmal bricht die Melodie nach oben hin aus und wird mit Noise unterlegt um beißender zu werden. Und gegen Ende wird der Track dann doch noch sehr treibend und verspielt was die Soundkombinationen betrifft. Schöner Spannungsbogen!

Kamilo Sanclemente hat dem nunmehr 20 Jahre alten Track von BT – nämlich „Dreaming“ einen neuen Anstrich verpasst. Der Free Download ist ein würdiges Bootleg des Originaltracks der sehr Trance/Acid/Break lastig war. Für die damalige Zeit wirklich ein Floorfiller und ich kann mich noch gut daran erinnern zu dem Track mitgewippt zu haben. Kamilo Sanclemente hat einen Track im Global Underground Style daraus gemacht und er rockt. Die Vocals, die Chordstabs, der Synth-Arp – alles sitzt an der richtigen Stelle. Sehr fein!

Die Geister die ich rief ist mein erster Gedanke wenn ich „Polayana“ von Aaryon (Einmusika) einfaden höre. Der spukende Introsound ist sehr eingängig, verschwindet dann aber kurzfristig von der Bildfläche und es übernimmt ein Synth das Hauptthema. Dazwischen immer wieder spukende Sounds. Dazu die Kick mit dem tiefen Bass, der langgezogene Padsound der langsam immer tiefer und leiser wird, das Gefühl man fällt immer tiefer und tiefer… doch dann fängt uns….

….“Supernova“ von Analog Jungs (Mango Alley) auf und nimmt uns gleich mit auf die Reise.  Der Track stammt aus der von Rauschhaus zusammengestellten „Augmented“ Serie, die übrigens sehr hörenswert ist! Sounds und Groove sind wunderbar auf einander abgestimmt – Einmal aufgenommen von der Supernova reisen wir auf den Sounds durchs All. Wer die Augen zu dem Track schließt wird nicht enttäuscht sein. Melodisch, catchy, nie langweilig. Wir fliegen weiter zu…

…“Glaas“ von Marius Lehnert (Katermukke). Lang habe ich gebraucht um herauszufinden wo ich diese Bassline schon einmal gehört habe. Und ja, es gelang mir nur mit Hilfe eines Kollegen – es klingt ein wenig wie Dj Misjah und Grooveheads „The Club“ aus 1995. Auf jeden Fall bohren sich Basslinethema und Groove wunderbar ins Gehör und in den Kopf. Dazu setzt später noch eine modulierte Synthmelodie ein, die ab und an leicht verwackelt wirkt. Dizzyness!

Weiter gehts dann mit „The Mesmerizing Circle“ von Kellerkind und Oliver Koletzki (Stil vor Talent). Dieser Track holt uns wieder ganz auf den Boden zurück. Sanft und mit einem interessanten Percussion Groove der leicht verschoben wirkt führen uns langgezogene Padsounds und Synthstabs durch den Soundteppich. Überlagernde Pads und warme Harp Sounds lassen uns ein wenig chillen – doch es ist noch nicht vorbei!

„Timeless“ von CYA (Deep State Records) lässt uns nochmal so richtig ‚die Bude rocken‘. Sehr trancelastig und mit einem ordentlich deepen Basslinegroove, Arps und einer sich hin und herschraubenden Melodie lässt uns der Track die Arme in die Luft werfen. Längergezogene Breaks dürfen natürlich auch nicht fehlen, ebenso wie das typische snaredrumgewirbele kurz bevor die Kick wieder einsetzt. Alles sehr straight und keine großen Überraschungen im Arrangement, soundttechnisch aber wirklich toll! Das war das letzte kurze Aufbäumen vor

….“Beautiful Silence“ von Made by Pete and Jinadu (Selador). Simon Jinadu, der die Vocals beisteuert fesselt mit seiner Stimme den Hörer voll und ganz. Hier untermalt nicht der Vocalist den Track sondern der Track den Vocalisten. Zeitlos und wirklich sehr faszinierend!

Ein Track ist noch spontan in die Playlist gehüpft: „Sternenfunkeln“ von Carsten Halm (Traum Schallplatten). Hier blitzen die Synthsounds wie die Sterne auf. Der Groove, der von der Art her ein bisschen technolastig ist, ist hier nebensächlich, wichtig sind die Padsounds und stabbige Arps. Es funkelt an allen Ecken – die Nacht beginnt.

Was mit „Wake Up“ begonnen hat und uns eine „Supernova“ gezeigt hat endet „Timeless“ in „Beautiful Silence“ beim „Sternefunkeln“. Eine Tracklist die sich wie eine Geschichte liest, ein Mix der eine Geschichte erzählt.

See you soon!

Die Tracklist auf einen Blick:

Starkato Wake Up
Namatjira Naya
Q.U.A.K.E vs Aaron Suiss Creation of Reality
Acumen & Pontias Vagabond Sunday (Original Mix)
BT Dreaming (Kamilo Sanclemente Bootleg)
Aaryon Polyana
Analog Jungs Supernova
Marius Lehnert Glaas
Kellerkind, Oliver Koletzki The Mesmerizing Circle
CYA Timeless (Original Mix)
Made By Pete & Jinadu Beautiful Silence
Carsten Halm Sternenfunkeln
Bookmark the Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.