PW Podcast #014

Und da ist er, diesmal rechtzeitig, der PW Promomix – Ausgabe Nummer 14, Cover traditionell in schwarz-gelb gehalten, es ist der Monat des ADE, das diesmal soweit mir bekannt ist ja nur virtuell stattfindet. Lockdowns und ein Virus haben uns fest im Griff, das hält aber viele Künstler nicht davon ab gute Musik zu produzieren (Techno ist ja seit neuestem wirklich Musik!). Ein paar Scheibchen des Großen Ganzen der neuesten Releases habe ich euch für den Mix abgeschnitten.

Der Introtrack beginnt mit wohlig warmem fernöstlichen Gesang, fast ein bisschen wie ein Schlaflied. Kamilo Sanclemente lässt aber mit “Agartha” keinesfalls zu dass uns die Augen zufallen, nein nach 3 Minuten fängt das Tanzbein zu zucken an, schöne Progressive Pads, Basslines und ein feiner Groove, sowie ein Break bei dem der Drop richtig schön hereinrumpelt bieten alles was ein guter Track braucht. Ein wahrlich gelungener Opening Track!

“Cartel” im Chook Remix von Movement Machina schließt nahtlos an dieses Groove Feuerwerk an, die Sounds sind allerdings etwas düsterer. Der Track röhrt, hie und da ein Ausbruch von FX Sounds, Percussionfetzen sind immer wieder zu hören, ein bisschen ein Blocker der Euphorie aus dem ersten Track – oder vielleicht doch nur um euch ein bisschen wie auf einer Achterbahnfahrt mitzunehmen 🙂 Denn schon geht es weiter mit….

“Make Me” von Space Motion. Hier gehts von der Melodik wieder etwas bergauf, Synthstabs, zusammen mit einem rollenden Bass der die Kick schön untermalt und immer wieder gehauchten Vocals “make make me”. All das bietet einen schönen runden Track der dahinrollt und niemals – obwohl sehr einfach gestrickt – langweilig wird. Auf einmal meldet sich die Stimme von “Pongo” ….

I lost my way…. “I’m Done” von  8Kays ist wieder etwas deeper, fast theatralisch, mit tiefen Synth Stabs als Bassline und einer ab und an röhrenden Leadbassline. Die Kick hat einen leichten Reverb, macht das Ganze etwas ‘giftiger’ dazu der Text. Eine eher depressivere Stimmung kommt auf. Das ändert sich sobald der Übergang zu…..

“Innerphonic” von Simply Word. Eine lange Reise – denn die Nummer ist wirklich sehr, sehr langgezogen und um ehrlich zu sein tut sich in dem Track auch nicht viel. Muss es aber auch nicht! Das simple Arrangement aus Groove, Pads und gehauchten Vocals zusammen mit den Breaks und dem Groove lassen irgendwie die Zeit stehen. Progressive zum Träumen!

Und wieder werden wir in etwas deepere Spähren geholt, auch das ist schöner Progressive – Voices in the Fog von “No Distance”. Giftigere Chord Stabs die wie Donner mit Nachhall klingen, rollender Bass, die Percussion eher im Hintergrund erzeugen ein Bild von Gewitter mit Nebel. Hier wurde sehr schön das Bild mit Klängen erzeugt. Weiter geht es zu….

“Cosmic Family” von Kenshi Kamaro. Hier gibt es wieder mehr Groove und Percussion, FX zusammen mit paduntermalter Synth Melodie. Die Klänge verschmelzen ineinander und 2 Breaks unterstreichen, dass hier sehr viel Wert auf die Melodik gelegt wurde. Im Outro kündigt sich bereits der nächste Track. Hier verschmelzen ohne Kick die Tracks richtig ineinander und bringen uns zu….

“Luft” von Solee. Vom eigenen Label Parquet Recordings meldet er sich mit einer tollen acidverschraubten progressiven Nummer, die giftige Acidsounds mit melodischen Pads kombiniert, eine großartige Verbindung. Sehr kurzweiliger Track, das Intro ist super für eine lange Transition vom vorigen Track (as already shown! :)). Ein Muss für die Track-Collection!

Es folgt “When Midnight Comes” im Alex O’Rion Remix von Rigooni. Tolles Arrangement aus Flächensounds, Strings, untermalt von Synthstabs, die ab und an durchflitzen und einem straighten Bassgroove, der regelmäßig herausgefiltert wird. Im Break können wir die Augen schließen und ein wenig träumen ehe der Track wieder wie gewohnt weiter rollt.

Wir kommen nun zum Schlußakt des Mixes. Hier wird es etwas “groovebetonter”, bassiger und vocallastiger. Den Anfang macht “Chinese Butterfly” von blaktone. Offensichtlich wurde hier eine alte asiatisch angehauchte Melodie gesampled, neu verarbeitet und untermalt. Das “plattenkratzige” Sample zusammen mit dem Moog Bass und den Vocals ist wirklich sehr schön herausgearbeitet. Der Track macht richtig Freude und hat ein bisschen was von einem der letzten warmen Tage im Oktober. Die Sonne scheint einem da ins Gesicht.

“November” von Austin Leeds & Danko Skystöne klingt anfangs für mich eigentlich gar nicht so nach November sondern eher nach einem warmen Tag am Strand. Doch dann hört man im Break die Schneeflöckchen tanzen. Man könnte sich vorstellen drinnen mit der Tasse Tee am warmen Kamin zu sitzen und dem Treiben zuzusehen. Warme Sounds durch und durch, schöner Clapgroove, Flute und Synthsounds überall. Sehr schön!

Wir schließen den Mix mit “All of Me” von Estiva & Diana Miro. Der sofort eingängige Text weckt noch einmal melancholische Emotionen. Langgezogene Padsounds, der Groove und Bass pumpen ausbalanciert dazu.  Hier ergänzen sich einfach alles und rundet den gesamten Mix noch einmal ab.

Das war dieses Mal “All of me” – Wir hören und lesen uns hoffentlich wieder Ende Dezember zur letzten Ausgabe des PW Podcasts im Jahr 2020.

Die Tracklist auf einen Blick:

Kamilo Sanclemente Agartha
Movement Machina Cartel (Chook Remix)
Space Motion Make Me
8Kays, Pongo I’m Done feat. Pongo
Innerphonic Simply Word
No Distance Voices In The Fog
Kenshi Kamaro Cosmic Family (Original Mix)
Solee Luft (Single Edit)
RIGOONI When Midnight Comes (Alex O’Rion Remix)
blaktone Chinese Butterfly (Original Mix)
Austin Leeds & Danko Skystöne November (Original Mix)
Estiva & Diana Miro All Of Me
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