Emilee – The Extra Ordinary (Remixes)

Emilee ist der Name einer in London ansässigen Produzentin, Songwriterin und Sängerin, auf deren Fähigkeiten schon diverse bekannte Künstlerinnen (u.a. Andrea Oliva, Shlomi Aber, Marc Romboy oder Maya Jane Coles) zurückgriffen. Nun steht sie mit einem mächtigen eigenen Release selbst im Fokus, neben 5 experimentellen Originalen gibt es zwei Remixes, die im Zentrum dieses Reviews stehen.

Maya Jane Coles ist wie schon erwähnt eine Bekannte von Emilee, darum schien es wohl naheliegend, sie für eine Interpretation des Stücks “Rodeo” an Bord zu holen. Diese bedient sich in ihrem Remix großer Teile des Originals, die sie geloopt über einen lockeren Tech-House-Beat legt. Solide Arbeit, jedoch bin ich kein Fan von 4:20 langen “Extended Versions”, die wohl der kurzen Aufmerksamkeitsspanne der gegenwärtigen Zuhörerschaft Rechnung tragen soll.

Gänzlich anders verhält es sich beim Andrade & Sam Clarence Remix, der in betörend hypnotischer Manier das Original verfremdet und sich gekonnt Zeit lässt, um uns mit auf die Reise zu nehmen. Der gezielte Einsatz der Vocals aus dem Original verstärkt den Effekt nochmals zusätzlich. What a ride!

Die bisher einzige Katalognummer des Labels Crésus Records bietet uns zwei Stücke, die nicht unterschiedlich sein könnten. Auf der einen Seite eine Nummer, die Liebhaber*innen kontemporärer Top-Ten-Sounds liebgewinnen werden, auf der anderen Seite eine Interpretation des Originals, die sich das Prädikat “Progressive” genauso verdient ans Revers heften kann wie das Prädikat “Remix”. Geniale Arbeit!

Interpret Emilee

★★★

(4/5)

Titel The Extra Ordinary (Remixes)
Tracks/Mixes Rodeo (Maya Jane Coles Remix)
Memory Land (Andrade & Sam Clarence Remix)
Label Crésus Records
Releasedatum 5.2.2021
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