PW Podcast #016

PW Promomix #016 – frisch aus dem Studio habe ich für den ersten Mix im Jahr 2021 alle mir von der Redaktion vorgelegten Promos durchgehört. Viel tolles war dabei, eine kleine Auswahl gibt es hier in 13 Tracks, diesmal etwas rougher gemixt und mit ein paar Stilbrüchen. Aber hey, auch Abwechslung muss sein.

Wir starten mit “Become” von RONA, ein Track bei dem ich zuerst mal die Rückkopplung im Studio gesucht hab so tief wummert der Bass am Anfang. Sphärische Klänge, eingängig konsturierter einfacher Rhythmus und dazu der Gesang, der leicht “schief” und “dissonant” klingt geben dem Ganzen etwas hypnotisches und spätestens nach 2 Minuten kann super in die gesamte Klangwelt eintauchen.

Frost holt uns mit “Overtones” im PROFF Extended Mix dann einmal so richtig ab. Wunderschöne leicht kratzige Bassline, wummernder Rhytmus, gefilterte Kicks auf der 1. Im Break ein gesprochenes Vocal Sample. “I’ve got to find a way people moving” soweit ich das verstanden hab – und ja, das geht mit dem Track definitiv. Auch nach dem Break rollt das Arrangement dahin und lädt zum mitwippen ein. Wir bewegen uns weiter zu…

“El Camino” im Belms Remix von Around us. Passt wirklich großartig dazu und nimmt uns gleich auf der aufgebäumten Welle mit. Ein straighter Progressive Track, schön durchdachter Groove, gefilterte Lead, dazu langgezogene Pads. Nach dem Break wird es etwas “rougher”. Dazu die Akkordstabs. Viel tut sich hier auf kleinem Raum wenn man genau hinhört. Ein FX hier, ein swoosh da, kleine Percussion Elemente, bleeps und pings. Sehr schön!

“Indigo” von Bondarev und Dennis Babin schlägt ein bisschen in die deepere Kerbe, fast ein kleiner Stilbruch wie ich finde, aber ich fand den Track richtig gut. Die leicht orientalischen Elemente, die immer wieder im Arrangement aufblitzen, sind hier das Highlight. Mystisch! Passend dazu folgt dann auch ein Track bei dem Bondarev mitgearbeitet hat – das hört man in….

“Amathusia” im Dmitry Molosh Remix von QDream & Bondarev. Feiner Progressive Groove mit einfach eingängiger Stakkato Melodie. Eher etwas aus der “happy melody” Richtung und dann wird doch immer wieder im Lauf der Melodie eine dissonante Note eingebaut – Clever! Im Break wird das Thema einmal durchgefiltert, danach gibts etwas rauere Chordstabs ehe das Haupttehma wieder einsetzt. Wir schwimmen weiter auf der Welle und kommen zu…

“Surrender” von Cathy K & Dylan Deck. Hier wirds wieder ein wenig deeper. Fokus liegt hier auf dem Groove aus Basslines und Percussion. Ab und an ein FX Element. Ohne viel Abwechslung rollt der Groove dahin, langweilig wirds trotzdem nicht – und hat man das Gefühl dass es jetz doch schon zu lang dauert, ändert sich etwas im Arrangement. Das langgezogene Break klingt hypnotisch, alles Sounds beginnen sich zu überlagern eher eine angedeutete Snare uns wieder klar macht, dass gleich der Beat einsetzt. Hier passiert wirklich nicht viel, aber trotzdem ist das Ganze sehr catchy!

Stilbruch! EmanuelSatie bringt uns mit “Departure” eine sehr schräge verzogene Nummer – Ausbrechende Synthsounds haben ein bisschen was “clownartiges”. Spaßig gemacht, und nach dem Break gehts dann richtig los, da darf dann auch der Bass dazu röhren und macht ein schönes Gesamtbild aus dem Track der immer zwischen “lustig” und “deep” – genauso wie die Melodie – herumhüpft. Es folgt…

“Kontrol” von ARTN. Mango Alley ist ja mittlerweile ein Garant für wirklich tolle Releases, das hier gehört definitiv dazu! Der “Frog”-Sound der sich durch den ganzen Track zieht ist richtig cool. Dazu eine gut gewählte Kickdrum und Groove. Melodie und Synthsounds rücken hier eher in den Hintergrund, werden nur immer wieder angedeutet, aber nicht direkt herausgearbeitet. Interessant!

Mit einem Wumms fährt der nächste Track hinein – “This City” im Olivier Giacomotto Remix von Joris Voorn ft. Lazarusman. Treibender Beat und Groove gepaart mit den Vocals von Lazarusman. Wirklich cooles Arrangement, hier passt alles perfekt zusammen. “How can you be alone when you have yourself?!” – Genau! Oldschool Chords sind im Break angedeutet, der Chordstab der sich durch den ganzen Track zieht hat auch etwas hypnotisches. Für mich ein Highlight! Weiter gehts zu einem Track der uns etwas von der hohen Welle herunterholt…

…nämlich “Lolo Graziano” von Lauren Mia. Fast ein bisschen Lagerfeuerstimmung hier auf. Bei Gitarrensounds und dem typischen Clap auf 2 und 4 Groove, zusammen mit Stringpadsounds und weichen Basslines haben wir die Möglichkeit durchzuatmen, die Augen zu schließen und zu träumen. Doch wer geglaubt hat dass es so bleibt, der irrt – so eine kleine Pause zwischendurch tut zwar gut aber es geht wieder progressiver weiter und zwar mit…

“Mayan” von Weekend Heroes. Röhrende FX-Stabs, langgezogene Vox-Pads und eine typische Progressive Bassline findet man hier. Im Break verzogene Bass-Chords, 16tel Snares kündigen wieder das Ende des Breaks an. Alles in allem ein groovy Track mit schöner Basslead und Pads. Fließend gehen wir über in…

“Fragile Star” im Eric Rose Remix von Andy Woldman & Katrin Souza. Hier wird distorted Brasssound mit Piano im Break kombiniert. Ein Arp untermalt das Ganze bis zum Drop. Ab da wird das Arpeggio dominant und der Brasssound wird etwas klarer. Abgesehen vorm Arp, der das Arrangement sehr treibend macht, wirkt das Ganze sehr “orchestral”.

A propos Orchestral – Langsam schleicht sich ein Padsound in den Mix hinein, der schon zu “Free My World” im Amata Remix von DJ Zombi & Guy Davidov mit Seth Vogt gehört. Schöner Gesang von Seth Vogt, dazu sehr gemütliche Melodie und sehr weicher Groove. Wir befinden uns wieder im Bereich “Augen schließen und träumen”. Tolle Trackidee, toll entwickelte Melodie – happy, dreamy und immer freundlich warme Sounds.

Den Abschluss macht “Blinkers” von Francesco Pico. Die Nummer hat – vor allem mit den Chordstabs, die hier zusammen mit den Vocals herauszuheben sind – ein bisschen etwas “housiges”. Der Groove wird durch die Percussion auch etwas houselastiger. Zugegeben der Mix hätte schon mit dem vorigen Track enden können, aber der hier gefiel mir so gut dass ich ihn noch hineinquetschen musste. Auch ein schöner Abschluss wie ich finde 🙂

Diesmal gabs von eher deep bis dreamy und happy eigentlich alles im Promomix – Man darf auf die nächste Ausgabe gespannt sein, vielleicht treffen ja da dann die freshen Frühlingsgefühltracks ein… Bis bald und viel Spaß beim Reinhören!

Euer Elektroluchs.

Hier gehts zum Mix

Die Tracklist auf einen Blick:

RONABecome/MANTRA
FrostOvertones (PROFF Extended Mix)/Anjunadeep
Around UsEl Camino (Belms Remix)/ARRVL Records
Bondarev & Denis BabinIndigo/MNL
QDream & BondarevAmathusia (Dmitry Molosh Remix)/Aboriginal
Cathy K & Dylan DeckSurrender (Original Mix)/Another Life Music
EmanuelSatieDeparture/Cocoon Records
ARTNKontrol/Mango Alley
Joris Voorn ft. LazarusmanThis City (Olivier Giacomotto Remix)/Spectrum / BMG
Lauren MiaLolo Graziano (Extended Mix)/Anjunadeep
Weekend HeroesMayan/Beat Boutique
Andy Woldman & Katrin SouzaFragile Star (Eric Rose Remix)/Manual Music
DJ Zombi & Guy Davidov feat. Seth VogtFree My World (Amata Remix)/Good News Records
Francesco PicoBlinkers/MNL
Bookmark the Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.