PW Podcast #013

Unglaublich aber wahr – Soviele Ereignisse fallen zusammen und die Autoren vergessen doch glatt den Promomix für euch bereit zu stellen. Aufgrund der wenigen Studiozeit, der Sommerpause an sich und einer komplett falschen Berechnung der Mixrelease-Zyklen (War ich doch glatt der Meinung August/September wird der Mix online gestellt) ists halt nun mal so dass der PW Promomix Nummer 13 (das auch noch!) der gleichzeitig auch der Birthday Mix (2 Jahre PW Promomixes) ist, einen Monat zu spät landen. Geben wir einfach dem Sommerloch die Schuld? Nein, auf keinen Fall – denn im Juli und August gab es soviele gute Releases dass die Picks diesmal wirklich wirklich schwer waren.

Wir starten mit einem schönen langgezogenen Introtrack von Navar „Moon at the Window“. Leicht breakbeatig angehaucht mit viel Percussion und Flächensounds mutet der Track fast etwas indisch an. Man könnte meinen eine verzerrte Sitar ist ständig im Hintergrund zu hören. Nach 3 Minuten schwingt der der Track über zu einem 4/4 Beat ohne aber die Percussion zu ändern. Das macht das gesamte Klangbild sehr interessant und stimmig. Der immer wieder sehr tiefe wummernde Bass lässt den Track grooven… Nach dem Break hören wir schon das nächste Stück, es ist….

„Kepler“ von Ric Niels. Padartige Vocalsounds und eine etwas düstere Stimmung rollen heran und übernehmen das Ruder. Arpeggios, hie und da ein FX und ein schöner Shakergroove bringen uns einen richtig feinen leicht oldschoolig angehauchten Progressive Track. Im Break bricht die einfach gestrickte Leadline aus und schraubt sich in unser Gehör. Großartig gemacht! Nach dem Drop rollt der Track gnadenlos düster mit donnerartigen Basssounds und Vocalpads dahin und bringt uns weiter zu …..

„Thoughts“ von ThinkDeep. Ein wirklich toll gelungener im unteren Frequenzbereich richtig fetter Bassline Groove dazu die Synthsounds zusammen mit den Pianochords und verträumte Pads im Break. Ein Tack zum Träumen (oder Nachdenken!). Perfekte Mischung aus Deepness und „Happysounds“ von einem Label (Future Avenue) das man in Zukunft definitiv mehr beachten sollte. Da kommt noch so einiges auf uns zu!

Tantum liefert mit „Entropy“ einen soliden und gut passenden Track der uns von der etwas verträumteren Happysound-Welle wieder ein wenig zurück zu deeperen Soundteppichen bringt. Überlagernde Synthstabs mit frickelnden Synthschnippseln und einem gut entwickelten Shakergroove tragen uns den ganzen Track hinweg in Richtung…..

„Mescalito“ von Matter und Dimuth K. Der Groove ist ähnlich wie bei Thoughts, der Reverb auf dem Leadsound trägt den Track und öffnet das gesamte Arrangement. Der Track wird richtig „vollmundig“ dadurch. Verliert aber an keiner Stelle seine deepness. Schöne Padchords werden hie und da eingestreut. Die verzerrte Bassline im Break steigert noch einmal den schon insgesamt sehr tighten Track. Wirklich fein gemacht!

Dee Montero hat sich mit Shahin Badar zusammengetan und mit „Sapphire“ einen abendländisch angehauchten Track produziert. Die Vocals erinnern ein bisschen an Ofra Haza (für die, die sie noch kennen). Perfekter Zusammenklang von Musik und Vocals. Auch wenn nicht wirklich Text gesungen wird, das Soundspektrum das durch die Stimme abgedeckt wird ist wunderbar in den Track eingearbeitet. Groove, Strings, Pads, Background Arpeggio – alles ist da und verschmilzt ineinander. Wir schließen die Augen und lassen uns gerne mitnehmen.

Die Reise findet ein apruptes und stilgebrochenes Ende, denn „Dark Matter“ von Matik geht wieder in Richtung Deep Progressive Sounds. Es wummert die Bassline, hie und da hört man kleine Percussionelemente, begleitet von einem Leadpad aus dem sich nach und nach eine Synthline nach der Anderen herausarbeitet. Groovy Deep! Wir bleiben auch gleich bei Dark, denn….

HunterGame liefert mit „Dark Aster“ im Monojoke Edit den nächsten Track. Der Groove und Beat ist etwas mehr Hi-Hat und shakerlastig. Die Synthstabs sind schon fast ein bisschen tranceartig angehaucht. Aus den Stabs arbeitet sich dann das Hauptthema heraus. Sehr melodisch und mit vielen Padsounds, Chords, FX gibt der Track ein sehr rundes Bild ab!

Steve Slight & MXV habens auch in den Mix geschafft. Der – wie im Review hier zu lesen – Remix mit Progressive Faktor 7 von Anton Make des Tracks „Return to Base“ fügt sich gut in das Gesamtbild ein. Nach soviel Darkness müssen wir einfach zurück zur Basis 🙂

Auch weil Hannes Wiehager im nächsten Track „Nebula“ den Sound-Nebel über uns ausbreitet. Viele melodische Percussionelemente zusammen mit einer schönen verzogenen Leadbassline und einem starken Beat und Groove hüllen uns in progressive Sphären ein. Nur im Break versucht eine Melodie „Licht“ in die ganze Sache zu bringen. Vergeblich, der deepe Groove ist stärker.

In die gleiche Kerbe schlägt auch „Arco“ von Mikah. Hier wird eigentlich das Thema und die Stimmung weitergeführt. Wir reiten weiter auf der Welle, ebenfalls versucht im Break eine hell scheinende Melodie uns aus der Tiefe zu ziehen. Irgendwie gelingt das nicht, und wenn man weiter in den Track eintaucht will man das auch gar nicht. Beat und Bassline rollen gnadenlos dahin. Großartig!

Als Abschluss gibts dann noch eine sehr verschobene, verzogene Version von Komkas „So Many Lies“. Der Fellini Remix besticht durch knarzende Basslineteppiche, verzogene Vocals und dissonante Leadlines. Kickdrum und Bassline sind sich fast ein wenig im Weg, hie und da zischt ein Open Hihat… Schaurig schön!

Und damit schließt sich hier der Kreis zum Intro des Artikels…. So many lies. Ja, ich hab schlicht und einfach darauf vergessen euch den Mix rechtzeitig zu liefern. And that’s the truth! Deswegen hören wir uns wieder in einem Monat – das heißt pünktlich zu den nicesten Tracks von September und Oktober! Versprochen!

Die Tracklist auf einen Blick:

Navar Moon At The Window (Original Mix)
Ric Niels Kepler
ThinkDeep Thoughts
Tantum Entropy
Matter, Dimuth K Mescalito (Original Mix)
Dee Montero Sapphire ft. Shahin Badar (Original Mix)
Matik Dark Matter
HunterGame Dark Aster (Monojoke Edit)
Steve Slight & MXV Return To Base (Anton Make Remix)
Hannes Wiehager Nebula
Mikah Arco
Komka So Many Lies (Fellini’s Remix)
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